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Leistungslohn im Mittelstand


Die Chancen, die Leistungslohn bietet, werden im Mittelstand oftmals nicht konsequent genutzt. Gerade kleinere Unternehmen befürchten einen zu hohen Aufwand für die Abrechung der Leistungslöhne.

Zudem darf hiermit keine Aufblähung der Personalkosten erfolgen, die nicht in einem sinnvollen Verhältnis zum erzielbaren Nutzen steht.

Das Handwerk Magazin interviewte Gunther Wolf, wie Leistungslohn im Mittelstand zweckmäßig umgesetzt werden kann.

Wichtig: Den Aufwand gering halten

Gunther Wolf stellt klar: „Leistungslohn-Systeme, wie sie in großen Unternehmen gab und gäbe sind, können nicht eins-zu-eins auf kleine und mittelständische Unternehmen übertragen werden.“ Im Mittelstand müssen seiner Ansicht nach Leistungslohn-Systeme einfach anzuwenden sein, hohe Anreizwirkung entfalten und dürfen in der Lohnabrechnung nur einen geringen Aufwand verursachen.

„Geschäftsführer und Inhaber, die ein Leistungslohn-System in ihrem Betrieb einzuführen planen, wollen zumeist eine leistungsadäquate und gerechte Bezahlung sicherstellen“, weiß der Wuppertaler Unternehmensberater. Doch diese hehren Ziele stoßen bei den Organen der Mitbestimmung nur selten auf Begeisterung: „Oftmals wird den Chefs unterstellt, sie wollten nur die Personalkosten senken.“ Im Klartext: die Löhne drücken.

Doch eine gerechte, leistungsgerechte Bezahlung lässt sich innerhalb des starren Korsetts der Festgehälter nicht abbilden. Auch das führt zu Ungerechtigkeiten und einhergehend zu Unmut. Insbesondere die für die Unternehmen des Mittelstands so wichtigen Leistungsträger bemängeln dies: „Die Leistungsunterschiede sind offensichtlich und allen bekannt. Doch auf der Lohnabrechnung spiegeln sich diese nicht wider.“

Leistung ohne Lohn

Die Gefahr besteht zum einen darin, dass engagierte Mitarbeiter ihre Leistungen drosseln: „Wenn der Kollege mit wesentlich geringer Leistung das gleiche verdient, wo bleibt dann der Anreiz für mich?“ Natürlich gibt es hin und wieder mal ein Lob vom Chef. Aber auch das ist im Mittelstand nicht standardmäßig im Führungsrepertoire enthalten: „Hier gilt: Nicht geschimpft ist genug gelobt!“

Zum anderen besteht das Risiko der Fluktuation. Wenn Leistungsträger ihre Leistungen als nicht ausreichend gewürdigt und honoriert ansehen, wandern sie ab. Zu einem Arbeitgeber, der ein ansprechendes Leistungslohn-System bietet. „Viele Wechsel vom Mittelstand zu Großunternehmen sind dem Bedürfnis nach Anerkennung von individueller Leistung geschuldet“, warnt Gunther Wolf.

Leistungslohn im Mittelstand

Und so sitzt der Mittelständler zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite die Betriebsräte, für die der Leistungslohn oftmals ein rotes Tuch darstellt. Auf der anderen Seite die Leistungsträger, die ihr Engagement ausreichend entlohnt wissen möchten. „Natürlich kann man den Leistungsträgern ein höheres Festgehalt und Zulagen zahlen. Doch man will ja allen Mitarbeitern einen Ansporn und Anreiz dazu geben, hohe Leistung zu erbringen.“

Dieses Ziel kann durch ein Leistungslohn-System erreicht werden. Tipps zu Einführung und Umsetzung bietet der Artikel im Handwerk Magazin. In dem Interview mit Gunther Wolf erfahren Geschäftsführer, Inhaber und Führungskräfte von kleinen und mittelständischen Unternehmen, worauf es bei der Gestaltung eines Leistungslohn-Systems ankommt.

Anreiz für Leistung schaffen

Mithilfe der Zieloptimierungstabellen, die Wolf dem Handwerk Magazin kostenlos zur Verfügung gestellt hat, kann sich jeder Mitarbeiter genau ausrechnen, was gewinnt, wenn er seine anspruchsvoll gesetzten Leistungsziele erreicht. „Ein durchdachtes Leistungslohn-System im Mittelstand verursacht wenig Aufwand, stellt Leistungsgerechtigkeit her und schafft unmittelbar hohe Anreize.“

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Name
Handwerk Magazin
Bezeichnung
Leistungslohn - Leistung flexibel belohnen

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